unsichtbar
 

Blog von Henny

Benutzerbild von Henny

Was davon übrig blieb...

Jeden Tag ist es da. Du kannst es nicht herausoperieren lassen. Es begleitet dich in die Uni, es wartet auf dich, wenn du nach Hause kommst. Sogar wenn du abwäschst, weißt du dass es da ist.
Es ist ein großes Loch in deinem Bauch. Das Loch, das bleibt, wenn du einen Freund verloren hast. Es sind nicht -wie jeder sagt- die Erinnerungen, die dir bleiben. Doch, auch. Aber was du am häufigsten fühlst ist das merkwürdige Gefühl im Bauch. Jedesmal wenn du an den Freund denkst flüstert das Loch in deinem Bauch zu dir. Es sagt:" Vielleicht hättest du was tun können. Wieso hast du nichts gemerkt? Du bist SCHULD SCHULD SCHULD." Obwohl man genau weiß, dass es nicht die eigene Schuld ist, macht das Gefühl einen traurig. Du rufst Sequenzen deines und seines Lebens auf, überdenkst sie von allen Seiten und kommst zu dem Schluss, dass du nicht Schuld bist. Ganz genau weißt du es. Nur das Loch in deinem Bauch weiß es nicht, dass dich jedesmal an den schmerzlichen Verlust erinnert. Am liebsten hätte man noch fünf Minuten. Zeit für....

Benutzerbild von Henny

Fragen über Fragen, wer mag mir die Antwort sagen

Warum gibt es so wenig pinke Früchte?
warum hat das Erdmännchen meinen Freund gebissen ?
Haben Angorakaninchen wirklich plüschiges Fell oder ist es eine Ausrede für ihre Faulheit?
Warum gibt es Fanta Südafrika über ein halbes Jahr, wenn es sie nur für ganz kurze Zeit gibt?
Warum setzt sich die CDU so vehement für Familiengründung ein, hat aber eine kinderlose Kanzlerin?
Können Spinnen dick werden?
Sind Leute aus dem Kanton Schwyz die besseren Schweizer?
Ist der Herd aus?
Sind Menschen mit Brille wirklich kurzsichtig oder tun sie so, weil eine Brille intelligenter macht?
Welche Farbe haben Kuhpupse wenn man sie anzündet?

Benutzerbild von Henny

Bis über den Tod hinaus und noch viel weiter

die Gerontologie ist die Wissenschaft des Alterns. Sie sollte es sein. Ergebnis- und Interaktionsorientiert. Darauf besonnen, welche Ressourcen noch vorhanden sind. Und so bitter und düster es klingt. Der Tod wird später der ständige Begleiter des Gerontologen sein. Patienten werden sterben. Die Grenzen der Medizin zeigen sich langsam am Horizont auf. Der Gerontologe rennt direkt darauf zu.
Stirbt ein Geliebter Mensch, so trauern die Angehörigen. Doch wer denkt an den Arzt oder den ehrenamtlichen Helfer, der den Sterbenden bis zum Tod begleitet hat? Schwere Kost liegt bei diesen Damen und Herren auf dem Teller. Hat ein Arzt nicht den Eid des Hippokrates geschworen? Seit jeher war ein Arzt ein Helfer. Bis die Medizin anfing rasante Fortschritte zu machen, war der Arzt der, der dem Patienten in schwerer Krankheit beistand, ihm half so gut es ging und dann wartetet wie die Krankheit ihren VErlauf nahm. Ob mit Tod oder Leben.

Benutzerbild von Henny

Oh! Ein Schuh...naja.

Ich laufe. Beziehungsweise versuche ich meine Unsportlichkeit durch die Aufnahme einer Lauftätigkeit zu kaschieren. Doch bereits nach dem ersten Zusammentreffen mit Freund Laufband taten die Knie weh. Abhilfe schafft da ein gut besuchtes,unabhängiges Sportgeschäft in der Oldenburger Innenstadt.
"Socken aus, Hosenbeine hochkrempeln" hieß es. Man stellte mich auf ein Scanngerät. Und brachte die Form meiner Füße unter Anwendung dieses Gerätes auf einen Personalcomputer. Dieser sagte mir nun: Dein linker Fuß ist 4mm größer und der rechte 2mm breiter als der andere. Im Folgenden sollte ein Laufband im Laden zeigen, welcher LAuftyp ich bin. Nackt an den Füßen, wie ich nunmal war, stellte man mich auf die Apperatur und ließ mich vor einer Videokamera meinen Laufstil präsentieren. Nache augeregten Rufen in Richtung Azubi ("Komm mal her, guck dir das mal an, das kannst du hin und wieder auch mal sehen" und "Gaaaanz selten, guck dir das genau an, merk dir das!")erklärte man mir, mein Fuß sei normal und mein Laufstil absonderlich. Aber nichts wo man nicht Abhilfe schaffen könne.

Benutzerbild von Henny

WG Katze

Ab heute präsentieren wir stolz: Herbert!

Benutzerbild von Henny

Vechta?? Stars Hollow??Wo wohne ich eigentlich??

Vechta hat ca 30.000 Einwohner. Zusätzlich ca 4.000 Studenten. Alle lachen über meine Studienstadt. Und keiner fragt sich, warum ich hier eigentlich gerne bin, weil man mit Lachen eben viel Zeit verbringen kann.
Es gibt ungefähr 6% Arbeitslose. Mindestens ein sechstel davon sind bereits fertig gewordene Studenten, die jetzt auf der Arbeitssuche sind. Es gibt viele Ausländer. Hauptsächlich Türken und Asiaten. Sie sprechen alle fließend Deutsch und nehmen am sozialen Leben teil.
Mit 1,9 Kindern pro Familie führt Vechta im Bundesdurchschnitt zusammen mit Cloppenburg. Es gibt keinen Platz in dieser Stadt wo man kein Kinderlachen hört.

Benutzerbild von Henny

Pimmelfotos und Schimmelpilze

Nach den Weihnachtsferien wieder zurück in Vechta. Einmal atme ich tief durch und schließe die Tür zu meiner WG wieder auf. Ich bin geplagt von üblem Liebeskummer. Sind meine Mitbewohner schon wieder da? Hat jemand die angeschimmelten Tupperdosen ausgewaschen? Oder sind wir mittlerweile ein Heim für elternlose Schimmelpilze? Liegen die Haare immer noch in der Dusche? Behalten wir den Putzplan bei? Unnötige Sorgen wie ich merke. Ein bisschen muss ich grinsen. Im Flur steht ein Wäscheständer mit Boxershorts meiner männlichen Mitbewohner. Leere Alkoholflaschen türmen sich im Flur. Bin ich etwa alleine? Schade. Gesellschaft wäre im Moment toll. In diesem Moment schallt ein fröhliches "Mahlzeit" aus einer Ecke des Hauses. Ich bin nicht allein. Zum Glück. Weder die Tupperdosen sind weg, noch ist der Putzplan umgestellt. Ich muss grinsen. Noch riecht die Küche auch nicht nach alten Fluppen (was sich innerhalb der nächsten drei Stunden natürlich ändert).

Benutzerbild von Henny

Wenn du da bist...

Wenn du stolperst, wer hält dich fest?
Wenn du fällst, wer fängt dich?
Wenn du in der Dunkelheit stehst, wer zündet die Kerze an?
Wenn du weinst, wer hält dich in seinen Armen?
Wenn dir kalt ist, wer hat eine Decke für dich?
Wenn der Himmel dir auf den Kopf fällt, wer hat einen Helm für dich?
Wenn du abstürzt, wer leiht dir seine Flügel?
Wenn du an einer Kreuzung stehst, wer sagt dir wohin?
Wenn du alleine bist, wer ruft dich an?
Wenn du ein Problem hast, wer hört dir zu?
Wenn du nicht weiter weißt, wer hat den Masterplan?
Wenn du Geburtstag hast, wer schenkt dir das merkwürdigste Geschenk?

Benutzerbild von Henny

Wenn Hamster hamstern

Ich besitze einen Hamster. Stine.
Das ist eigentlich nicht weiter der Rede wert. Wenn ich am Wochenende von Vechta nach Oldenburg fahre ist der Hamster bisher hier geblieben. An diesem Montag betrat ich also mein Zimmer am Montag Nachmittag. Schnell stopfte ich meine Klamotten in den Schrank und hastete dann los zur Vorlesung "Pflegestandards", nachdem ich meine Sachen für das anstehende Referat zusammengeklaubt hatte. Scheinbar schlief Stine noch. Als sich dann um zehn Uhr immer noch nichts in ihrem Terrarium tat, öffnete ich kurzerhand ihr Häuschen und fand... nichts. Stine war weg! futsch.

Benutzerbild von Henny

Ich bin gleichberechtigt!

Ich bin gleichberechtigt. Und wie. Als Frau habe ich eigene Parkplätze, Recht auf einen Job, darf wegen einem Kind 3 Jahre Pause machen im Job. Wir Frauen unterwandern die Welt und Männer können nichts dagegen tun. Im Gegenteil. Der Mann fürchtet eine zerbrechliche Person. Er schützt, will bemuttern, in die Höhle schleifen und schaufelt sich so sein eigenes chauvinistisches Grab. Nein, dies ist keine Hetzkampagne gegen Männer. Dies ist eine Hetzkampagne gegen Übergleichberechtigung. Ich darf erwarten, dass Mann mir die Tür aufhält, mein Essen bezahlt und mich ins Kino einlädt. Das sieht jede Frau gerne. Auch ich. Wie formulierte es ein Freund: Eine Frau lässt sich nicht verführen. Sie bringt den Mann dazu genau das zu tun was sie will und lässt ihn faszinierender Weise im Glauben, dass er diesen Erfolg alleine geschafft habe. Frau lächelt sich eins und freut sich auf den wöchentlichen Einkauf mit seiner Kreditkarte. Direkt am Eingang parken, denn als Frau darf man das. Rammt man beim Parkvorgang ein anderes Auto, dessen Besitzer männlich ist, so sagt man "ups" und setzt ein zuckersüßes Lächeln auf. "Man werde das auf alle Fälle bezahlen." Die Einladung zum Eis steht. Frau hat so hilflos gewirkt. War sie aber nicht. UPS, liebe Männer. Wieder nicht aufgepasst? Noch nicht die Augen der Wahrheit geöffnet? Wir Frauen übernehmen die Welt. Wir haben euren Arbeitsplatz, fahren euer Auto, geben euer Geld aus und nehmen eure Kinder nach der Scheidung mit. Gut, dass wir gleichberechtigt sind. Aber Moment. Wir sind nicht gleichberechtigt. Wir sind überberechtigt. Dank den Männern. Selbst eine Universität wie Vechta, die 80% Frauenanteil hat, benötigt allerdringenst eine Frauengleichstellungsbeauftragte mit Lila Jeans, die sich um die Gleichberechtigung der Frau in der "Männerdomäne" Uni kümmert. Hat ja gut funktioniert.

Inhalt abgleichen