Melusine *hicks*
Wir kennen das doch alle:
Manchmal passieren Sachen, die objektiv betrachtet nicht besonders schlimm sind. Subjektiv allerdings handelt es sich um Trauerspiele in 5 Akten wie etwa „Goethe in Halberstadt“ oder „Der Club der Untervögelten und ihre furchtbaren Tiefschläge“. Das ist schlecht für’s Selbstbewusstsein. Sehr schlecht. Aber, als ob das nicht genug wäre, stellt man sich auch irgendwann die Frage nach Gerechtigkeit. Ist es etwa fair, dass das Schicksal kosmisch-morbide Streiche mit Dir veranstaltet? Wohl nicht. Aber solche Sachen passieren halt. Und wir können nichts dagegen tun. Lediglich versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Zum Glück haben wir Freunde, die uns dabei helfen.
Mein Tag heute begann denkbar miserabel. Geweckt wurde ich von einer Mischung aus Telefonklingeln neben dem einen und Handygedüdl neben dem andern Ohr, lautem Regenprasseln an meiner Balkontür und panischem Geschrei einer „3 Fragezeichen“-Folge aus meinen Computerboxen. Auf der „Wie ich gern mal geweckt werden möchte“-Liste ziemlich weit unten. Also einer dieser Tage an denen man sich noch mal umdrehen, die Decke über den Kopf ziehen und die böse, böse Welt einfach für 10 Minuten vergessen will. Leider machte mir diesbezüglich mein waches Hirn eine ziemlich dicken Strich durch die Rechnung. Aufstehen jedoch schien auch nicht die beste Idee zu sein. Alles hatte sich gegen mich verschworen. Aber das ist ja immer so an solchen Tagen. Die Musik im Radio unter der Dusche war entweder schlecht, oder schien das Gefühl des Tages in Worten und Akkorden ausdrücken zu wollen. Irgendwelche Blagen von der Grundschule um die Ecke jagten mich dann mit einem genauso alten, wie gut funktionierenden Klingelstreich nach unten (triefnass und in den quietschgelben Bademantel meiner Mutter gewickelt). Die SMS, die Mitschuld an meinem Erwachen trug, hatte auch nur schlechte Neuigkeiten in Digital- und Subtext für mich. Und zu allem Überfluss hatte ich weder im Adventskalender noch vor der Tür einen Schoko-Lausi. Sauerei! Und wie begegnet frau einer solchen Sauerei am Besten? Sie suhlt sich im Selbstmitleid. Genau das tat ich. Legte mich frischgeduscht vor den Fernseher, aß das Feodora-Täfelchen aus meinem Adventskalender und suhlte mich. Aber allein jammern macht keinen Spaß.
Glücklicherweise hat Henny ein Händchen dafür in genau solchen Situationen mit allerbesten Aufheiterungsabsichten anzurufen. Schon das Klingeln des Telefons klang deutlich positiver als eine Stunde zuvor. Und genau bei dem bekannt-fröhlichen „Hi, hier is Henny!“ -glaubt es oder nicht- brach eine der Wolken auf und für einen Moment kam die Sonne raus. Wenn das mal kein Zeichen ist?! Die Königinnen des Stumpfsinns in großer Jammer-Mission. Wie immer referierten wir dabei hauptsächlich über die größte weibliche Problemzone: den Mann! Zu einer Lösung kamen wir nicht, das wäre ja auch Nobelpreis verdächtig. Oder wenigstens Bundesverdienstkreuz. Aber immerhin gelang es Henny mit zwei fundamentalen Erkenntnissen aus dem Studium mein Gemüt wieder in friedliche Gewässer zu schleppen. Das Zauberwort heißt Autopoese! „Ein System, das tut, tut; wenn das System nicht mehr tut, dann tut es nicht!“ Keine adäquate Antwort auf die elementaren Fragen, aber genug Stumpfsinn um mich aufzuheitern. Nach Klärung der Frage nach Huhn oder Ei –wer war zuerst da- war meine gute Laune wieder hergestellt. „Beide waren gleichzeitig da! Warum? Zufällig. Alles passiert zufällig. Und die Folgen sind richtig!“ Das heißt also: Es ist Zufall, dass sich der erste nette Mann seit Monaten sich offensichtlich in eine Andere verliebt hat. Das ich als Folge grumpig bin und endlich mal wieder meine Finger bemühe um einen Blogeintrag zu verfassen, ist richtig. Zugegeben, der Eintrag gehört nicht zu meinen besseren Arbeiten. Wie auch? Meine Muse ist seit ca. 2 Wochen auf Bali und aalt sich in der Sonne, während ich gegen die Schreibblockade kämpfe -und jämmerlich verliere. Aber im Prinzip ist es egal. Es ist richtig, und das allein zählt!
Unnütze Information von heute:
Das S im Namen des US-Präsidenten Harry S Truman war keine Abkürzung, sondern sein vollständiger zweiter Vorname.
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*Quelle: www.couchkartoffelsalat.de
*schmeichel*
Also ich find den Eintrag nicht schlimm, sondern schmeichelhaft. Ist aber sehr subjektiv 



Nadenn...
Hm... mir fallen da gerade zwei gute Mittel ein, die ich dir empfehlen würde: